Klarna weiß, wie oft du schwimmen warst
Wer sein Bankkonto mit Klarna verknüpft, gibt mehr preis, als gedacht. Der Zahlungsdienstleister analysiert nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg alle Kontobewegungen der zurückliegenden 30 Tage. Nicht nur Klarna-Zahlungen, sondern schlicht alles. „Klarna kann sehen, wie viel Miete man jeden Monat zahlt, ob man ein Netflix-Abo hat und wie viel der Eintritt ins Schwimmbad gekostet hat“, so Verbraucherschützer Oliver Buttler. Rechtsgrundlage dafür ist die EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2). Klarna bestreitet, Daten zu verkaufen oder ohne Zustimmung zuzugreifen. Wer aber Zahlungen per Kontoverknüpfung abwickelt, hat der Analyse längst zugestimmt, meist ohne es wirklich zu merken.
Quelle: spiegel.de – „Verbraucherschützer kritisieren angebliche Kontoschnüffelei bei Klarna“ (Web-Archiv-Link)