25.9.2022 – Update zum BBA 2022

Das 40-Millionen-Euro-Problem

Palantir-Software kommt NRW teuer zu stehen.

Sicherheit hat ihren Preis. Das Gegenteil erst recht. Das zeigt die bedenkliche Palantir-Software, die das Landeskriminalamt NRW einsetzt. Palantir – vom Trump-Unterstützer Peter Thiel mit aufgebaut – erhielt den Zuschlag für einen Auftrag im Wert von 14 Millionen Euro. Inzwischen musste das Innenministerium aber einräumen, dass die Kosten viel höher liegen. Insgesamt 22 Millionen Euro netto sollen alleine die Zahlungen an Palantir betragen – Lizenzkosten für fünf Jahre. Das berichtet der WDR. Weil noch weitere Posten dazugekommen sind, ist das Gesamtpaket inzwischen auf fast 40 Millionen Euro angewachsen. Das alles für eine Datenbank-Software, die angeblich schwere Kriminalität verhindern soll, aber laut Polizeigesetz NRW auch bei Ermittlungen zu Volksverhetzung eingesetzt werden darf.

Quelle: wdr.de – „NRW-Polizei: Knapp 40 Millionen Euro für umstrittene Palantir-Software“ (Web-Archiv-Link)

Zu Preisträger
Jahr

Über die BigBrotherAwards

Spannend, unterhaltsam und gut verständlich wird dieser Datenschutz-Negativpreis an Firmen, Organisationen und Politiker.innen verliehen. Die BigBrotherAwards prämieren Datensünder in Wirtschaft und Politik und wurden deshalb von Le Monde „Oscars für Datenkraken“ genannt.

Ausgerichtet von (unter anderem):

BigBrother Awards International (Logo)

BigBrotherAwards International

Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden fragwürdige Praktiken mit diesen Preisen ausgezeichnet.