Keine Sorge, wir überwachen unsere inzwischen rund 150 Preisträger.innen seit dem Jahr 2000 nicht lückenlos. Wir sind ja kein Geheimdienst! Aber an einigen sind wir dran geblieben – oder sie haben sich durch selbstproduzierte Pannen und Skandale erneut in die Schlagzeilen gebracht. Diese Liste ist nicht vollständig. Wenn Sie Hinweise für uns haben, melden Sie sich gerne bei uns (bba-updates@digitalcourage.de).

 

Microsoft kauft KI-Unternehmen Nuance

12.4.2021 – Update zum BBA 2018 für Microsoft:  
Für knapp 20 Milliarden US-Dollar kauft Microsoft das KI-Unternehmen Nuance und stärkt damit seine Fähigkeiten bei der Spracherkennung (siehe auch BBA 2019 an Precire). Weiterhin erhöht Microsoft dadurch seinen Einfluss auf das Gesundheitswesen, wo Software von Nuance von sehr vielen Ärzten in den USA bei der Dokumentation von Patientenakten genutzt wird.

 

Schufa nimmt Kontodaten-Schnüffelei teilweise zurück

24.3.2021 – Update zum BBA 2001 für Informa und Scoringverfahren:
Die Schufa rudert mit dem Projekt „CheckNow“ nach massiver öffentlicher Kritik teilweise zurück. Einem neuen Konzept zufolge sollen keine Daten mehr von der Schufa-Tochterfirma Finapi an die Konzernmutter fließen. "So ganz mochte man sich aber von Check Now noch nicht verabschieden," schreibt die FAZ, "man plant, das Projekt umzubenennen und grundsätzlich anders zu gestalten. So sollen die Verbraucher vorab selbst die Daten und die Auswirkung auf die Bonität bekommen dürfen und dann selbst entscheiden, ob sie diese weiterleiten wollen."

 

Precire Technolgies hat neuen Besitzer

23.3.2021 – Update zum BBA 2019 für Precire Technologies:
Das Aachener Start-up Precire wurde von der „4 Technology Group“ aufgekauft, einem Zusammenschluss von Unternehmen aus den Bereichen Kommunikation und Künstliche Intelligenz. Bestehende Partnerschaften und Kundenbeziehungen von Precire sollen erhalten und ausgebaut und die Sprachanalysesoftware weiterentwickelt werden. Von Datenschutz keine Spur.

 

China verbietet Funktionären, mit Teslas zu fahren

21.3.2021 – Update zum BBA 2020 für Tesla:
Die chinesische Regierung schränkt die Nutzung von Tesla-Fahrzeugen durch Militärangehörige und Mitarbeiter.innen wichtiger staatlicher Unternehmen ein. Die Staatsführung befürchtet, dass die Daten, die durch eine Vielzahl an Überwachungskameras und Sensoren gesammelt werden, an die USA transferiert würden und dadurch die nationale Sicherheit Chinas gefährden könnten.

 

Susanne Eisenmann will sich aus der Politik zurückziehen

16.3.2021 – Update zum BBA 2020 für die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg Susanne Eisenmann:
Susanne Eisenmann, Gewinnerin des BBAs 2020 für ihr Bestreben, Microsoft flächendeckend in den Schulen Baden-Württembergs einzusetzen, hat angekündigt, sich nach ihrer Wahlniederlage (Landtagswahlen BaWü 2021) aus der Politik zurückzuziehen. Nicht nur wir, sondern auch viele Eltern, mit denen wir zusammenarbeiten, hoffen auf eine Kehrtwende beim Thema Digitalisierung in der Bildungspolitik in Baden-Württemberg. (Mehr erfahren)

 

Schufa will Kontoauszüge durchforsten

10.2.2021 – Update zum BBA 2001 für Informa und Scoringverfahren:
Die Schufa testet unter dem Namen „CheckNow“ ein neues Produkt, das ihr Zugang zu privaten Kontoauszügen gewährt. Natürlich „ganz freiwillig“. Digitalcourage will verhindern, dass die Schufa sich so einfach einen Kontozugriff erschleichen kann, und fordert außerdem, dass die Schufa (und andere Scoringunternehmen) endlich ihre Berechnungsformeln für die Scorewerte offenlegt. (Mehr erfahren)

 

Änderung des Ausländerzentralregistergesetzes verfassungswidrig?

8.2.2021 – Update zum BBA 2000 für das Bundesverwaltungsamt und sein Ausländerzentralregister:
Seit Jahren werden dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit dem Ausländerzentralregister (AZR) immer mehr informationelle Eingriffe gegenüber Menschen aus Nicht-EU-Ländern erlaubt. Weitere Änderungen weist das Netzwerk Datenschutzexpertise endgültig als verfassungs- und europarechtswidrig zurück. (Mehr erfahren)

 

Generali Versicherung verliert vor Gericht

6.2.2021 – Update zum BBA 2016 für die Generali Versicherung:
Die Generali Versicherung bietet ihren Kund.innen Boni an, wenn sich diese von ihnen überwachen lassen und Gesundheitsdaten übermitteln. Die Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten (BdV) gewann nun gegen die Generali Versicherung vor dem Landgericht München und erklärte somit zwei Vertragsklauseln des Tarifs „SBU-professional Vitality“ für unwirksam. (Mehr erfahren)

 

Einführung der elektronischen Patientenakte

14.1.2021 – Update zum BBA 2015 für die elektronische Gesundheitskarte:
Zum 1. Januar 2021 wurde die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt, in der zukünftig Rezepte, Medikationspläne und Behandlungsberichte gespeichert werden können. Auch wenn sie praktisch erscheinen mag: Eine zu schnelle und nachlässige Einführung und Umsetzung der ePA, wie dies aktuell der Fall ist, kann zu irreversiblen Schäden führen, die uns alle betreffen. (Mehr erfahren)

 

EGMR nimmt Klage gegen Bundesnachrichtendienst an

11.1.2021 – Update zum BBA 2015 für den Bundesnachrichtendienst:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) nimmt die Klage der Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) an. Die Beschwerde richtet sich gegen die absurde Forderung beweisen zu müssen, überwacht worden zu sein, um sich über den BND beschweren und Reformen fordern zu können. (Mehr erfahren)

 

Bundesregierung verschärft Vergaberegeln für IT-Aufträge

24.12.2020 – Update zum BBA 2014 für die Computer Sciences Corporation (CSC):
Die Computer Sciences Corporation (CSC) ist quasi die EDV-Abteilung von CIA, NSA & Co und wurde dennoch regelmäßig von der Bundesregierung für IT-Angelegenheiten beauftragt. Im Mai 2014 verschärfte die Bundesregierung die Vergaberegeln für sensible IT-Aufträge. Im März 2015 hatte dies handfeste Konsequenzen: Die CSC darf von Behörden nicht mehr zur IT-Beratung hinzugezogen werden. (Mehr erfahren)

 

Druckerzeugnisse immer noch zurückverfolgbar

23.12.2020 – Update zum BBA 2004 für die Canon Deutschland GmbH:
Durch das Einbetten einer unsichtbaren, weltweit einmaligen Geräte-Kennung in sämtlichen Farbkopierern ermöglicht Canon die Rückverfolgung eines jeden erzeugten Produktes. Auf jeder Farbkopie erzeugen sie, genau wie mittlerweile andere Hersteller von Druckern und Kopierern, einen für das bloße Auge unsichtbaren Code. Dies führte 2017 zur Überführung einer Whistleblowerin. (Mehr erfahren)

 

Deutsche Bahn macht anonymes Reisen beinahe Unmöglich

22.12.2020 – Update zu den BBAs 2000 und 2007 für die Deutsche Bahn:
Die deutsche Bahn macht anonymes Reisen systematisch mit Mitteln des faktischen Zwangs unmöglich. Dies geschieht unter anderem durch Auflösen von Fahrkartenschaltern, Automaten ohne Bargeldannahme, personalisierter Kauf im Internet, Abfrage des Geburtsdatums und Zwangsabgabe eines Bildes bei BahnCards, flächendeckende Videoüberwachung und ein RFID-Chip in der BahnCard 100, ohne Kunden zu informieren. (Mehr erfahren)


 

Precire Technologies hört nicht auf abzuhören

21.12.2020 – Update zum BBA 2019 für Precire Technologies:
Nach wie vor stört Precire Technologies weder ihr unethisches Verhalten noch ihre wahrscheinliche Rechtswidrigkeit oder die fehlende wissenschaftliche Grundlage. Ihre Sprachanalyse wird immer noch sowohl in automatischen Bewerbungsgesprächen als auch in Callcentern eingesetzt. (Mehr erfahren)

 

Personenkennziffer trifft auf breiten Widerstand

20.12.2020 – Update zum BBA 2007 (Steuer-ID) und BBA 2020 für die Personenkennziffer:
Nachdem bei der Einführung der lebenslangen Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) garantiert wurde, dass diese niemals (!) zu einer allgemeinen Personenkennziffer ausgeweitet wird, wird nun genau dies diskutiert. Verschiedene Organisationen, wie Datenschutzaufsichtsbehörden und der wissenschaftliche Dienst des Bundes, halten das Vorhaben ebenfalls für problematisch. (Mehr erfahren)

 

Bundeskartellamt ermittelt gegen Facebook

19.12.2020 – Update zum BBA 2011 für Facebook:
Facebooks Datenhunger ist seit der BigBrotherAward-Verleihung 2011 nicht schwächer geworden, sondern weiter gewachsen. Von anderer Seite aus tut sich dagegen etwas: Das Bundeskartellamt begann 2019 gegen Facebook zu ermitteln und dezentrale Alternativen wie das Fediverse und unsere Mastodon-Instanz erfreuen sich steigender Beliebtheit. (Mehr erfahren)

 

Aufnahmen von Amazons Sprachassistenten Alexa als Beweismittel zugelassen

18.12.2020 – Update zum BBA 2018 für Amazons Sprachassistenten Alexa:
Erstmalig lässt ein deutsches Gericht Tonaufnahmen des Alexa-Sprachassistenten als Beweismittel zu. Amazon übermittelte die zwei Aufzeichnungen aus des „smarten“ Lautsprechers Amazon Echo aus der Tatnacht dem Regensburger Gericht darüber hinaus freiwillig. (Mehr erfahren)

 

Kein sog. „Beschäftigtendatenschutzgesetz“ dank BBA an Bofrost

18.12.2020 – Update zum BBA 2012 für Bofrost:
In der Laudatio thematisierten wir über den Fall Bofrost hinaus das sogenannte „Beschäftigtendatenschutzgesetz“. Dieser Gesetzesentwurf, dessen Name erstmal nach mehr Rechten für Beschäftigte klingt, wollte das genaue Gegenteil erreichen. Nicht zuletzt wegen der BigBrotherAwards und der Bofrost-Vorfälle wurde der von der Bundesregierung beschlossene Entwurf zwar im Bundestag eingebracht, jedoch nie verabschiedet. (Mehr erfahren)

 

Neuer Gesetzentwurf zur Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern

17.12.2020 – Update zum BBA 2012 für Gamma International und ihren Staatstrojaner FinFisher:
Gamma International erhielt einen BBA für ihren Staatstrojaner „FinFisher. Die Software dient Behörden zum Eindringen in Computersysteme. Im Oktober 2020 wurde von der Bundesregierung eine sogenannte „Anpassung des Verfassungsschutzrechts“ beschlossen, die Geheimdienste umfassende neue Möglichkeiten verschafft, wenn sie vom Bundestag verabschiedet werden sollte. (Mehr erfahren)

 

Apache Webserver verstößt immer noch gegen DSGVO

16.12.2020 – Update zum BBA 2000 für das Apache-Konsortium:
Der Apache Webserver, mit 40-60% Marktanteil einer der meistverwendeten Webserver im Internet, speichert durch die Standardkonfiguration unnötigerweise und illegal viel zu viele Informationen. Auch die Einführung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung hat bisher keine Änderung beim Apache-Webserver bewirkt. (Mehr erfahren)

 

Zwangsbeschallung im ÖPNV

15.12.2020 – Update zum BBA 2000 für die Stadtwerke Bielefeld (heute MoBiel):
Sonder-Kategorie „Regional“: Anfang der 2000 Jahre beschlossen die Stadtwerke Bielefeld, heute MoBiel genannt, die akustische und gedankliche Besetzung eines bisher freien Raums: dem öffentlichen Nahverkehr, genauer gesagt verschiedener Buslinien. Verschärfend preiswürdig fanden wir, dass diese Maßnahme mit Mitteln der Suggestion, Verfälschung und Demoskopie zu einem Erfolg stilisiert wurden. (Mehr erfahren)

 

Frau Eisenmann will Microsoft 365 an Schulen in BaWü einführen

14.12.2020 – Update zum BBA 2020 für die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg Susanne Eisenmann:
Nach der Verleihung des BBAs an Susanne Eisenmann, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg, stellte sie unsere Anschuldigungen Microsoft 365 an Schulen einzuführen als unbegründet und falsch dar. Wenige Wochen später, wurden ihre Absichten im Bildungsausschuss des Ministeriums offiziell entlarvt – heftige Proteste folgten und sind in vollem Gange. (Mehr erfahren)

 

Vom Versuch der Metro AG RFID-Chips (versteckt) zu nutzen

13.12.2020 – Update zum BBA 2003 für die Metro AG:
2003 versuchte die Metro AG die RFID-Technik in Deutschland salonfähig zu machen und damit eine neue Möglichkeit zu schaffen Personen zu überwachen. Die RFID-Schnüffelchips waren bei ihnen so beliebt, dass sie nicht einmal davor zurückscheuten sie ohne Informierung von Kund.innen in Kundenkarten einzubauen. (Mehr erfahren)

 

Scoringsysteme diskriminieren weiter

12.12.2020 – Update zum BBA 2001 für Informa, Schufa und Scoringverfahren:
Während 2001 der Begriff Scoring für die meisten Personen ein Fremdwort darstellte, ist es mittlerweile weithin bekannt. Dieser Teilerfolg bewirkte bislang dennoch keine Abschaffung dieser diskriminierenden Vorverurteilungssysteme – doch der Widerstand in der Bevölkerung wächst und wächst. (Mehr erfahren)

 

Amazons Datenmissbrauchspotential ist größer denn je

11.12.2020 – Update zu den BBAs 2015, 2015 und 2018 für Amazon:
Amazon ist BigBrotherAwards-Rekordhalter. Neben dem bereits heute stattfindenden schockierenden Datenmissbrauch, dürfen wir nicht vergessen wie groß das Potential ist noch mehr Daten zu erheben und sie für Geschäftsinteressen oder zur Weitergabe zu nutzen. (Mehr erfahren)

 

Demütigende Bewerbungsverfahren bei Bayer

10.12.2020 – Update zum BBA 2002 für Bayer:
Die Bayer AG begann 2002 von ihren Bewerber.innen Urinproben zu verlangen, um Drogentests durchführen zu können. Einige Bayer-Aktionäre sahen das ähnlich problematisch wie wir und übertrugen uns einige Aktien, wodurch wir die Laudatio vor 5000 Personen bei der Aktionärsversammlung wiederholen durften. (Mehr erfahren)

 

Otto Schilys Vermächtnis

9.12.2020 – Update zum BBA 2001 für Otto Schily:
Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung und mit viel Sicherheitstheater trat Otto Schily für den Abbau von Bürger.innenrechten, den Abbau des Datenschutzes, die Einschränkung informationeller Selbstbestimmung und die Ausweitung der Ermittlungsbefugnisse der Polizei und der Geheimdienste ein. Regelmäßige Kontrollen der Notwendigkeit der sog. "Otto-Kataloge" wurden nun aufgehoben. (Mehr erfahren)

 

Die Rolle der Telekom bei der Vorratsdatenspeicherung

8.12.2020 – Update zum BBA 2008 für die Deutsche Telekom AG:
Die Deutsche Telekom AG nutzte Telefonverbindungsdaten zur Bespitzelung von Telekom Aufsichtsräten und Journalist.innen. Ausgerechnet ein Konzern, der Gesetze im großen Stil ignorierte, sollte die Hüterin vertraulicher Daten werden. Zum Glück wurde die Vorratsdatenspeicherung in den letzten 14 Jahren von Gerichten mehrfach für illegal erklärt – zuletzt im Oktober 2020 vom Europäischen Gerichtshof. (Mehr erfahren)

 

H&M spionierte eigenes Kundenzentrum schamlos aus

7.12.2020 – Update zum BBA 2020 für H&M:
H&M (Hennes & Mauritz B.V. & Co. KG.) sammelte auf hinterhältige Weise sensible Informationen über seine Beschäftigten. Auch vor gesundheitlichen Daten wurde kein Halt gemacht, sondern diese sauber und ausführlich, für die Führungsebene jederzeit abrufbar, im internen Netzwerk dokumentiert. Die Folge war ein Bußgeld von 35 Millionen Euro. (Mehr erfahren)

 

Einführung einer Schüler-ID erfolgreich abgewehrt

6.12.2020 – Update zum BBA 2006 für die Schüler-ID:
Seit 2000 diskutierte die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) die Einführung einer lebenslangen Schüler-Identifikationsnummer. Dabei wurde die Schüler-ID sechs Jahre lang ohne jegliche Dokumentation über konkrete Zwecke und Fragestellungen diskutiert! Nach der BBA-Verleihung 2006 wurde ihre Einführung ausgesetzt. (Mehr erfahren)

 

Analoger Datenmissbrauch bei Lidl

5.12.2020 – Update zum BBA 2004 für Lidl:
Die Lidl Stiftung GmnH & Co bewies, dass gar nicht immer neueste Technik gebraucht wird, um Menschen unter Kontrolle zu halten und sie ihrer Daten und Privatsphäre zu rauben. Der BBA führte leider nicht zu einer Verbesserung, sondern zur Anschaffung einer Public Relations Abteilung. (Mehr erfahren)

 

Asyl-für-Snowden-Forderung immer noch aktuell

4.12.2020 – Update zum BBA und Julia-und-Winston-Award 2014 für Edward Snowden:
2013 enthüllte der ehemalige CIA-Angestellte und NSA-Vertragsarbeiter Edward Snowden wie weit die umfassende Speicherung und Überwachung unserer Leben ging. Seit seiner Aufdeckung des Spionagenetzwerks wird er von der US-Regierung erfolgt. Seine Suche nach Asyl begann und geht trotz vorläufigem Asyl in Russland weiter. (Mehr erfahren)

 

„Smart Cities“ – Gut vermarktete Totalüberwachung

3.12.2020 – Update zum BBA 2018 für „Smart Cities“:
Smarte und damit überwachende Gegenstände erfreuen sich zu unserem Bedauern immer größerer Beliebtheit. Auch Smart Cities werden häufiger diskutiert – und das, ohne die mit ihr einhergehenden Gefahren und Überwachungsmöglichkeiten zu begreifen. Wir klären weiter darüber auf. (Mehr erfahren)

 

Google muss zerschlagen werden!

2.12.2020 – Update zum BBA 2013 für Google:
Die Laudatio, die 2013 zu Googles BBA verfasst wurde, ist heute immer noch brandaktuell. Dies gilt auch für unsere Forderung die Macht der Digitalkonzerne zu beschränken und Monopole zu zerschlagen. Die gute Nachricht: Aktuell beginnen verschiedene Kartellämter auf der ganzen Welt die Monopolstellungen von Google & Co kritisch zu prüfen. (Mehr erfahren)

 

Es Payback zurückzahlen

1.12.2020 – Update zum BBA 2000 für Payback:
Die „Loyalty Partner Gesellschaft für Kundenbindungssysteme“ erhielt einen BBA für die Einführung der Payback-Karte. Wir machten auf die äußerst gefährliche Struktur und die unbegrenzte Möglichkeit Daten zu sammeln aufmerksam und verwirrten die automatisierte Profilbildung mit unserer „Privacy Card“, die aufzeigte, worum es Payback wirklich geht. (Mehr erfahren)

 

Keine Einsicht der Bildungsministerin BaWü Frau Eisenmann

27.11.2020 – Update zum BBA 2020 für Susanne Eisenmann:
Lehrkräfte, Elternverbände und IT-Spezialist.innen sprechen sich seit Wochen gegen die Pläne der Bildungsministerin aus, Microsoft 365 als Teil der Schulplattform in Baden-Württemberg einzusetzen. Dennoch sollen in einem Pilotprojekt die ersten Berufsschulen ihre E-Mail-Adresse von der neuen Bildungsplattform mit Microsoft erhalten. (Mehr erfahren)

 

"Otto-Kataloge" entfristet

5.11.2020 – Update zum BBA 2001 für Otto Schily:
In einem Schnellverfahren, ohne große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, wurde der sogenannte Otto-Katalog entfristet und muss nicht mehr länger alle fünf Jahre auf seine Notwendigkeit kontrolliert werden. Ein großer Rückschlag für Datenschutz und Grundrechte! (Mehr erfahren)

 

Personenkennziffer weiter im Gespräch

4.11.2020 – Update zum BBA 2020 für die Personenkennziffer:
Unsere Kritik der Ausweitung der Steuer-ID zur Personenkennziffer, die in vielen Papieren den neuen euphemistischen Namen „Bürgernummer“ bekommen hat, wurde von vielen weiteren Personen und Organisationen aufgegriffen. Doch trotz aller Einsprüche hält die Regierung (noch) an ihren Plänen fest. Ursula von der Leyen will sogar eine europäische digitale Identität vorschlagen! (Mehr erfahren)

 

H&M arbeitet Geschehnisse auf

22.10.2020 – Update zum BBA 2020 für H&M:
Nach dem Bußgeld in „Rekordhöhe“ von 35 Millionen Euro für H&M, wurde ein Stein ins Rollen gebracht. Die Organisationsstruktur wird umgestellt, sodass unter anderem ein neues Datenschutzkonzept eingeführt und ein neuer Datenschutzbeauftragter berufen wurde. (Mehr erfahren)

 

Tesla profitiert von unterfinanzierten Datenschutzbehörden

19.10.2020 – Update zum BBA 2020 für Tesla:
Die Datenschutzvergehen von Tesla erhielten nach der BBA-Gala große Aufmerksamkeit. Gefördert wurden sie durch die Berichterstattung der ARD-Sendung Kontraste, die nachwies, dass Tesla Daten auch in die USA funken. Sich widersprechende Aussagen von Elon Musk und der Firma Tesla hierzu erschweren und überfordern die Datenschutzbehörden – wovon Tesla profitiert. (Mehr erfahren)

 

Bundesregierung ignoriert US-Drohnensteuerung über Deutschland

6.10.2020 – Update zum BBA 2020 für die Bundesregierung und ihre Mitverantwortung im US-Drohnenkrieg:
Nach der BBA-Verleihung beteuerte das Auswärtige Amt, dass sich die USA verpflichtet hätten auf ihren Stützpunkten deutsches Recht und Völkerrecht einzuhalten. Dass sich die Bundesregierung auf eine bloß verbale „Verpflichtung“ der US-Regierung verlässt, hält Laudator Rolf Gössner für absurd. Zuletzt flammte außerdem die Diskussion um Kampfdrohnen für die Bundeswehr wieder auf. (Mehr erfahren)

 

35 Millionen Euro Bußgeld für H&M

1.10.2020 – Update zum BBA 2020 für H&M:
Jahrelang hatten Teamleitungen des Unternehmens ihre Angestellten in vermeintlich privaten Gesprächen ausgehorcht und das in Computerdateien festgehalten. Weil sie in besonderer Weise die Privatsphäre ihrer Beschäftigten am Standort Nürnberg verletzt hat, erwartet H&M nun ein Bußgeld von 35.258.707,95 Euro. (Mehr erfahren)

 

Susanne Eisenmann ignoriert die Kritik an Microsoft als Schulplattform

1.10.2020 – Update zum BBA 2020 für Susanne Eisenmann:
Anstatt sich der Kritik zur Einführung von Microsoft 365 an Schulen zu stellen und auf sie einzugehen ignorierte Frau Eisenmann diese und versuchte sie als unbegründet darzustellen. Dieses Verhalten des Kultusministeriums halten wir für höchst fragwürdig. Der Landtag Baden-Württembergs hat dagegen besser zugehört und die Absichten Frau Eisenmanns entlarvt. (Mehr erfahren)

 

BrainCo widerspricht eigenen Aussagen

26.9.2020 – Update zum BBA 2020 für die Firma BrainCo und den Wissenschaftscampus Tübingen:
Die Firma BrainCo, die mit Hilfe von EEG-Stirnbändern Schüler.innen überwachen will, um dadurch „bessere Lernergebnisse“ zu erzielen, widersprach sich in ihren Reaktionen auf den BBA selbst. Der Wissenschaftscampus Tübingen sollte es besser wissen – zieht jedoch ebenfalls mit widersprüchlichen Aussagen nach. (Mehr erfahren)

 

Weitere Autokennzeichenerfassung trotz gegenteiliger Behauptung

25.9.2020 – Update zum BBA 2020 für Innenminister Brandenburgs und die dauerhafte Speicherung von Autokennzeichen:
Das Innenministerium behauptete nach der Preisverleihung, dass die Kennzeichenerfassung in Brandenburg im November 2019 beendet wurde. Unser Laudator Rosengart weiß, dass dem nicht so ist: „Das Problem ist also vielleicht durch interne Maßnahmen kosmetisch behandelt worden, besteht aber nach wie vor.“ (Mehr erfahren)

 

Dortmunder Umweltamt verschenkt Open-Source Saatgut

11.3.2020 – Update zum BBA 2005 für die Saatgut-Treuhand Verwaltungs GmbH:
Das Dortmunder Umweltamt verteilt Saatgut der Open-Source-Tomate "Sunviva" kostenlos an Bürger*innen. Dadurch sind Landwirt.innen und Privatpersonen weniger abhängig von großen Industrieunternehmen wie Saatgut-Treuhand, die hohe Lizenzabgaben eintreiben und die Biodiversität verringern. (Mehr erfahren)

 

BKA entwickelt mit RCIS eigenen Staatstrojaner

5.8.2019 – Update zum BBA 2012 für Gamma International und ihren Staatstrojaner FinFisher:
Die Entwicklung, Verbreitung und der Einsatz von Staatstrojanern werden seit Jahren heftig kritisiert. Gamma International und ihrem Staatstrojaner FinFisher verliehen wir 2012 stellvertretend einen BBA. Nun entwickelt das BKA mit RCIS seinen eigenen Staatstrojaner, und beabsichtigt ihn auch der Berliner Polizei zur Verfügung zu stellen. Unsere laufende Verfassungsbeschwerde ist wichtiger denn je. (Mehr erfahren)

 

Gentechnik ist offenbar ein Reizthema

1.8.2019 – Update zum BBA 2019 für die Firma Ancestry.com:
Der BBA an ancestry.com hat großen und vor allem recht emotional formulierten Widerspruch ausgelöst. Unser Laudator Thilo Weichert hatte sowohl mit sachlicheren Stellungnahmen als auch polemischen Fake-News Vorwürfen alle Hände voll zu tun. Die Landesdatenschutzbehörden sind derweil noch immer untätig. (Mehr erfahren)

 

Datenschutzbeschwerde von 2016 immer noch unbeantwortet

8.7.2019 – Update zum BBA 2016 für die Petitionsplattform change.org:
Parallel zur Verleihung des BBAs 2016 erfolgte eine Datenschutzbeschwerde bei der für change.org in Deutschland zuständigen Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit. Seit der Einführung der DSGVO ist die spanische Datenschutzbehörde für die Beschwerde zuständig, da sich die europäische Hauptniederlassung von change.org in Barcelona befindet. Geregt oder verändert hat sich noch nichts. (Mehr erfahren)

 

Unerlaubte Abfragen von Polizeidatenbanken

6.7.2019 – Update zum BBA 2019 für den hessischen Innenminister Peter Beuth (Palantirs Analysesoftware):  
Hessen nutzt weiterhin die Analysesoftware „Gotham“ der CIA-nahen Firma Palantir, welche sich als Türöffner für andere Bundesländer zu entpuppen scheint. Dies wird im Kontext unerlaubter Abfragen von Polizeidatenbanken, bspw. im Kontext der „NSU 2.0“ Drohschreiben, noch problematischer als zuvor. (Mehr erfahren)

 

Microsoft fürchtet andere Datenkraken

15.6.2019 – Update zum BBA 2018 für Microsoft:  
Unser Lebenswerk-Preisträger Microsoft sorgt sich wegen anderer Datenkraken auf dem Markt. Durch eine interne Liste wurden Beschäftigte aufgefordert für die Arbeit Office 365 zu nutzen statt die „kostenlosen“ Tools von Google Docs und Amazon Web Services. Nun befürchtet Microsoft, dass die Konkurrenten Firmeninterna von Microsoft auf ihren Servern finden könnten. (Mehr erfahren)

 

Wir entkräften Fake-News-Vorwürfe eines Bloggers

13.6.2019 – BBA 2019 für Ancestry.com:  
Die Firma Ancestry hat einen BigBrotherAward erhalten, weil sie mit Gendaten Geschäfte macht. Ein Autor bezeichnet das als „Fakenews über AncestryDNA“. Juror Thilo Weichert widerspricht dem ausführlich und entkräftet die Vorwürfe. (Mehr erfahren)

 

ETS-Standard jetzt offiziell eine Schwachstelle

9.6.2019 – Update zum BBA 2019 für das „Technical Committee CYBER“:  
Der unsichere ETS-Verschlüsselungsstandard  („Enterprise Transport Security“-Protokoll) wurde offiziell als Schwachstelle und als Bug gelistet, was ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Abzuwarten bleibt, wie das National Institute for Standards and Technology (NIST) nun über die Wahl zwischen den Standards TLS 1.3 (sicher) und ETS (mit unsicherer Hintertür) entscheiden wird. (Mehr erfahren)

 

Zeit-Online setzt angekündigte Veränderungen um und wird datensparsamer

8.6.2019 – Update zum BBA 2019 für Zeit-Online:  
Bei der persönlichen Entgegennahme des BBAs von Zeit-Online, kündigte Jochen Wegner an, dass die neu programmierte Anwendung datensparsam arbeitet. Nach einer ersten Kontrolle können wir bestätigen, dass Tracker abgeschaltet wurden. Den weiteren Prozess werden wir im Dialog mit Zeit-Online weiter beobachten. (Mehr erfahren)

 

Precire bestätigt unsere Beschwerden durch Abwiegeln

8.6.2019 – Update zum BBA 2019 für Precire Technologies:  
Nachdem wir Precire wenige Tage vor der Preisverleihung mit einer Kurzbegründung über ihr Glück informierten, erhielten wir einen Anruf. In diesem versuchten sie sich zu verteidigen, verifizierten aber stattdessen unsere – zu diesem Zeitpunkt – Vermutungen und gaben zu für Callcenter „Emotionsanalysen“ durchzuführen und diese auf eigenen Computern laufen zu lassen. (Mehr erfahren)

 

Bayer legt Akten potenzieller Gegner an

30.5.2019 – Update zum BBA 2002 für die Bayer AG:  
Nach der Übernahme von Monsanto durch Bayer 2018, wurde jetzt bekannt, dass Monsanto geheime Listen mit persönlichen Daten von Wissenschaftler.innen, Journalist.innen und Politiker.innen angelegt hat, die in die Kategorien „Gegner“ und „Unterstützer“ von Glyphosat eingeteilt sind. Auch nach der Aufforderung durch das Deutsche Umweltinstitut, sträubt sich Bayer die Listen zu löschen und spricht von „berechtigtem Interesse“. (Mehr erfahren)

 

Stressanalyse- und Überwachungs-App Kelaa wechselt Besitzer

5.2.2019 – Update zum BBA 2018 für Soma Analytics (Kelaa-App):  
Die App „Kelaa“ der Firma Soma Analytics erhielt einen BBA, weil sie als Stressanalyse-App getarnt den Arbeitgebern sensible Analyseergebnisse von Gesundheitsdaten übermittelte. Nach ihrer Mitteilung an uns im Dezember 2018, dass die dazugehörigen Server abgeschaltet würden, wurde wenige Wochen später bekannt, dass die App von der südostasiatischen „digital-health“-Firma Prenetics aufgekauft wurde. (Mehr erfahren)

 

„Smart“ Cities und die Zukunft der Städte in Diskussion

30.11.2018 – Update zum BBA 2018 für Smart Cities:  
Die Laudatio von Rena Tangens wird viel gelesen und diskutiert. So wurde zum Beispiel in einem Handlungsleitfaden „Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie" im Juli 2018 vom FUSS e.V. aus der Laudatio zitiert. (Mehr erfahren)

 

Amazons "Alexa" gehackt und vorgeführt

13.8.2018 – Update zum BBA 2018 für Amazons „Alexa“:  
Auf der Hacker-Konferenz Defcon 2018 führten zwei Hacker vor, dass sie Amazons „Alexa“ zu einer realen Abhörwanze machen können. Außerdem wurde kürzlich eine andere Datenpanne bekannt: Amazon sendete einem deutschen Kunden, der seine gespeicherten Daten anforderte, 1700 Sprachnachrichten eines anderen Amazon-Echo-Nutzers zu! (Mehr erfahren)

 

Gesundheitsminister Spahn will Gesundheitskarte mit Identitätsnummer ersetzen

7.5.2018 – Update zum BBA 2015 für die elektronische Gesundheitskarte:  
Kurz horchten wir auf, als es hieß, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wolle die elektronische Gesundheitskarte nicht mehr. Stattdessen schoss er jedoch weit über das Ziel hinaus und kündigte an die Gesundheitskarte durch eine allumgreifende Identitätsnummer ersetzen zu wollen. Die Idee wurde zum Glück nicht weiter diskutiert. (Mehr erfahren)

 

Cevisio gewährt Geflüchteten keinerlei Privatsphäre

5.5.2018 – Update zum BBA 2018 für Cevisio:  
Nach der Verleihung der BBAs blieben sowohl die Firma Cevisio Software und Systeme GmbH in Torgau als auch das Deutsche Rote Kreuz als Mitentwickler und Betreiber von Flüchtlingsunterkünften stumm. Der Einsatz Grundrechtsentziehender Software muss nun vor allem von Flüchtlingsunterkünften hinterfragt werden. (Mehr erfahren)

 

Hessische Polizei bekommt Staatstrojaner

30.4.2018 – Update zum BBA 2018 für CDU und Bündnis90/Die Grünen im hessischen Landtag:  
Unser BBA traf zum richtigen Zeitpunkt: Am Wochenende nach der Verleihungsgala hatten die Bündnis-Grünen in Hessen ihren Landesparteitag und diskutierten „den Gesetzentwurf gründlich zu ändern“. Ende Juni ist die Verschärfung des hessischen Verfassungsschutz- und Polizeigesetzes vom hessischen Landtag, inklusive Einführung des Staatstrojaners, dennoch mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen durchgesetzt worden. (Mehr erfahren)

 

Amazons Statement gleich mehrfach falsch

26.4.2018 – Update zum BBA 2018 für Amazons „Alexa“:  
Während Amazon sich uns gegenüber nicht zu Wort meldete, erhielt der Spiegel ein kleines Statement. Unsere Antwort: 1. Nichts, was in der Cloud steht, ist noch unter der eigenen Kontrolle, 2. Nicht Kunde oder Kundin haben die Kontrolle über die Aufzeichnungen, sondern die Person, die ein Alexa-Gerät angemeldet und in Betrieb genommen hat und 3. Niemand kann garantieren, dass die Löschung einzelner Aufnahmen auch auf Amazon Servern stattfindet. (Mehr erfahren)

 

Microsoft hat uns eine E-Mail geschrieben

25.4.2018 – Update zum BBA 2018 für Microsoft:
In einer Antwortmail bedankt sich Microsoft für die Einladung zum BBA, erklärt aber, dass es aus Termingründen nicht möglich wäre teilzunehmen und sie ohnehin nicht fänden den Preis verdient zu haben. Das Microsoft es quasi unmöglich macht keine Daten an sie zu senden und dass es ein leichtes für sie wäre die Datenübertagung standartmäßig abzuschalten, thematisierten sie nicht. (Mehr erfahren)

 

Soma Analytics sei von der Stimmanalyse durch die Kelaa-App abgerückt

24.4.2018 – Update zum BBA 2018 für Soma Analytics (Kelaa-App)
Kurz nach der Verleihungsgala der BBAs veröffentlichte Johann Huber von Soma Analytics einen Brief auf ihrer Webseite, worin er unter anderem erklärt, dass die Firma aus Datenschutzgründen bereits von der Stimmanalyse abgerückt wären und dies auf der Webseite nachgebessert würde. Laudator Peter Wedde erklärt, dass der Tabubruch an sich ausgezeichnet wurde und die Verarbeitung von Gesundheitsdaten durch den Arbeitgeber viel zu weit ging. (Mehr erfahren)

 

Facebook verschiebt Daten vor Einführung der DSGVO in die USA

19.4.2018 – Update zum BBA 2011 für Facebook:  
Kurz vor Einführung der DSGVO hat der Konzern Milliarden von außereuropäischen (z. B. afrikanischen oder asiatischen) Nutzerdaten aus Irland in die USA verschoben. Dort unterliegen sie nicht mehr den neuen, verbraucherfreundlichen europäischen Datenschutzgesetzen. (Mehr erfahren)

 

Als Spielzeug getarnte Überwachungswerkzeuge

29.3.2018 – Update zum BBA 2015 für Hello Barbie:  
Ob beim „Schutzranzen“-Projekt (BBA 2004), oder ob Puppen mit Abhörgeräten verkauft werden – immer wieder versuchen verantwortungslose Firmen, aus der Angst von Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder, gepaart mit Spieltrieb, Profit zu schlagen. „Hello Barbie“ hat es zum Glück gar nicht erst in deutsche Spielzeugregale geschafft. Aber sie lassen nicht locker und präsentieren nun eine „Hologramm-Barbie“ mit noch größerem Überwachungspotential. (Mehr erfahren)

 

DİTİB verbreitete Kriegspropaganda

17.3.2018 – Update zum BBA 2017 für DİTİB:  
Denn 2018 gerieten DİTİB-Gemeinden mehrfach in die Schlagzeilen, weil sie z.B. in Hessen und Nordrhein-Westfalen Kriegspropaganda verbreitet haben. Mehrere Bundesländer kündigten an, die Zusammenarbeit mit der DİTİB beim islamischen Religionsunterricht in deutschen Schulen auf den Prüfstand zu stellen. (Mehr erfahren)

 

Staatstrojaner durch Microsoft-Defender auffindbar

6.3.2018 – Update zum BBA 2012 für Gamma International (FinFisher):  
Die gute Nachricht ist, dass das „Defender“-Programm von Microsoft den Staatstrojaner „FinFisher“ der Gamma-Group bei einem Test im März 2018 gefunden hat. Dieser Trojaner ist also gerade nicht geheim, sondern auffindbar. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Erfolgsmeldung nicht von Dauer sein wird. Stattdessen entsteht ein unnötiger Wettkampf den Staatstrojaner besser zu verstecken und dennoch zu finden, anstelle Sicherheitslücken zu schließen. (Mehr erfahren)

 

Monsanto forderte die Herausgabe von Unterlagen von Online-Petitions-Plattform

28.2.2018 – Update zum BBA 2002 für die Bayer AG (Monsanto):  
avaaz.org bekam im Februar 2018 eine 168seitige Anklageschrift des durch Gentechnik und Umweltgifte wie Glyphosat in Verruf geratenen Saatgut-Konzerns Monsanto. Er forderte von avaaz.org die Herausgabe von Unterlagen, Korrespondenzen und E-Mail-Adressen von Menschen, die Petitionen gegen den Einsatz von Glyphosat unterschrieben haben. Auch wenn Monsanto die Drohung nicht wahrgemacht hat: Das war ein Dammbruch! (Mehr erfahren)

 

Lidl-Gründer Dieter Schwarz hält sich weiter bedeckt

8.2.2018 – Update zum BBA 2004 für Lidl:  
Der Gründer der Lidl-Unternehmensgruppe, Dieter Schwarz, taucht grundsätzlich nicht auf Fotos auf. Das ist sehr auffällig für einen deutschen Großunternehmer. Und das war auch im Februar 2018 wieder so: Da spendete die Dieter-Schwarz-Stiftung der Technischen Universität München (BBA 2017 für datenschutzrechtlich riskante US-Online-Kurse) gleich 20 Professorenstellen. Und Dieter Schwarz selbst war mal wieder weit und breit nicht zu sehen. (Mehr erfahren)

 

Bayer testet Gesichtserkennungssoftware in Apotheken

25.11.2017 – Update zum BBA 2002 für die Bayer AG:  
Ende November 2017 wurde bekannt, dass Bayer die Gesichter von Kund.innen in zwei Apotheken in Österreich nach Alter, Geschlecht und Länge des Blickkontakts automatisch auswerten ließ. Nach den ersten kritischen Presseberichten wurde der Versuch beendet – vermutlich aus Angst vor negativer Presse und Kritik von Kund.innen. Wir haben dazu ein Interview für Spiegel-Online gegeben. (Mehr erfahren)

 

Prudsys will die ethische Bewertung von Preisdiskriminierungssoftware noch „ausdiskutieren“

11.5.2017 – Update zum BBA 2017 für die Prudsys AG:  
Kurz vor der Preisverleihung hat padeluun mit einem Vertreter der Firma Prudsys telefoniert. Sein Fazit: „Herr Scholz meinte, die ethische Bewertung von Preisdiskriminierungssoftware müsse erst noch gesellschaftlich diskutiert werden. Kurz danach hat Prudsys eine eigene Veranstaltung ausgerichtet - zu der sie uns allerdings nicht einmal eingeladen haben. Da hat Prudsys schon die zweite Chance verpasst, zu zeigen, dass sie diesen Dialog aktiv angehen wollen. Schade...“ (Mehr erfahren)

 

Keine Reaktion aus Bonn oder Berlin

10.5.2017 – Update zum BBA 2017 für die Bundeswehr und Ursula von der Leyen:  
Das Bundesverteidigungsministerium hat unsere Preisvergabe nicht kommentiert. „Es ist die übliche, unsouveräne und Kritik missachtende Nichtreaktion, wie wir sie von staatlichen Sicherheitsorganen leider gewohnt sind“, sagt Rolf Gössner. Die gute Nachricht: Die Laudatio wurde mehrfach in verschiedenen Zeitschriften und Online-Medien veröffentlicht und wird innerhalb der Antikriegs- und Friedensbewegung diskutiert. (Mehr erfahren)

 

Keine Reaktion der TU München

9.5.2017 – Update zum BBA 2017 für die TU München:  
Wir haben keinerlei Reaktion aus der Technischen Universität oder der Ludwig-Maximilans-Universität erhalten. Beide Hochschulen sind weiterhin auf der Webseite von Coursera zu finden und haben auch Kurse für das Wintersemester 2017/18 angekündigt - immerhin scheinen sich aber keine weiteren deutschen Hochschulen angeschlossen zu haben. Ein bisschen mehr Verantwortungsgefühl für die eigene Bildungsarbeit fänden wir bei den deutschen Hochschulen wünschenswert. (Mehr erfahren)

 

DİTİB sieht BBA als unbegründet und droht mit rechtlichen Schritten

8.5.2017 – Update zum BBA 2017 für DİTİB:  
Die DİTİB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) schickte uns ein Einschreiben, in dem sie uns unter anderem Tatsachenverdrehung vorwarfen und mit einer Klage drohten. Diese Klageandrohung schien einigen Zeitungen wichtig genug, sie vor unserer Preisverleihung und trotz Sperrfirst öffentlich zu machen, was unserer DİTİB-Nominierung viel öffentliche Aufmerksamkeit bescherte. (Mehr erfahren)

 

Die Bitkom hat uns ein Videostatement geschickt

7.5.2017 – Update zum BBA 2017 für Bitkom:  
In einem Videostatement reagierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder auf die BigBrotherAwards-Verleihung. Padeluun hatte auch persönlich Kontakt mit Herrn Rohleder: „Die Bitkom möchte den BigBrotherAward gerne entgegennehmen und gut sichtbar in ihren Räumen ausstellen. Über das Wie und Wann müssen wir uns noch unterhalten.“ (Mehr erfahren)

 

PLT bezieht sich in Antwortbrief auf ungültige Paragrafen

6.5.2017 –  Update zum BBA 2017 für PLT:  
Die Firma PLT (Planung für Logistik Transport GmbH) rechtfertigte sich für denn Gewinn des BBAs in einem Brief. Peter Wedde: „Dass die Firma PLT in ihrem Schreiben immer noch auf das Mindestlohngesetz verweist, macht deutlich, dass der Preis gerechtfertigt ist.“ An anderer Stelle beruft sich PLT auf einen Gesetzentwurf der vorletzten Bundesregierung, der nicht geltende Rechtslage ist und im Gegenteil nie vom Bundestag verabschiedet wurde. (Mehr erfahren)

 

Über die BigBrotherAwards

Die BigBrotherAwards prämieren Datensünder in Wirtschaft und Politik und wurden deshalb von Le Monde „Oscars für Datenkraken“ genannt.  Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden fragwürdige Praktiken mit diesen Preisen ausgezeichnet.

In Deutschland werden sie organisiert und ausgerichtet von Digitalcourage, Mitveranstalter sind unter anderem die DVD, ILMR und der CCC.