Die Datafizierung der Bildung
Schlechte Ideen werden auch mit der Zeit nicht besser. Bereits 2006 haben wir der Kultusministerkonferenz einen BigBrotherAward für den Plan verliehen, lebenslange Schüler.innen-IDs einzuführen – ohne darzulegen, wie sie die sensiblen Bildungsdaten vor Missbrauch schützen will. Damals ließ sich das Vorhaben noch stoppen. Jetzt lebt das „zentrale Bildungsregister“ im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aber wieder auf. Erneut ohne überzeugendes Datenschutzkonzept. Dafür flankiert von wohlmeinenden Studien, beispielsweise von der Bertelsmann-Stiftung. Nicht auszuschließen, dass hinter deren Getrommel für die Datafizierung der Bildung eigene Geschäftsinteressen stehen könnten.
Quellen:
- netzpolitik.org – „Bildungs-ID: Bundesregierung will Schüler zentral erfassen“ (Web-Archiv-Link)
- bertelsmann-stiftung.de – „Bildungsverlaufsregister und Schüler-ID in Deutschland: Status quo und Gelingensbedingungen“ (Web-Archiv-Link)