Reich zerfällt, Chef bleibt
Ein „digitales Kompetenzcenter“ für Fintech-Start-ups wollte Finleap sein. Bloß war offenbar nicht genug Kompetenz vorhanden. Gleich zwei der Fintech-Töchter, die Finleap gegründet und finanziert hat, stehen vor dem Aus: Das Versicherungs-Start-up Element hat Insolvenz angemeldet, rund 150 Millionen Euro Kapital futsch. Die Digitalbank Solaris, einst mit Milliarden bewertet, droht ebenfalls zu crashen und konnte vorerst nur durch eine Notfinanzierungsrunde gerettet werden. Firmengründer Jan Beckers, größter Finleap-Anteilseigner, konzentriert sich jetzt lieber aufs Fondsmanagement. Vom einstigen Fintech-Ökosystem bleibt vor allem: viel heiße Luft.
Quelle: manager-magazin.de – „Wie das Finleap-Reich in sich zusammenfällt“ (Web-Archiv-Link)