Die BigBrotherAwards Deutschland wurden ins Leben gerufen, um
die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern –
sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen
zeigen.

Jetzt nominieren für die BigBrotherAwards 2015

Für die BigBrotherAwards 2015 nehmen wir noch bis Sonntag, 18. Januar 2015 Nominierungen entgegen. Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Vorschläge. Unsere Nominieren-Seite erwartet Sie.

Die BigBrother Awards 2014 wurden am 11. April 2014 in Bielefeld verliehen. Die Preisträger und alle weiteren Informationen um die #bba14 finden Sie hier.

Die Jury bildeten im Jahr 2014 Vertreter von Digitalcourage, dem Chaos Computer Club (CCC), der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILMR) und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD).

Weitere Einblicke und
Möglichkeiten zur Nominierung finden Sie im Archiv und auf unserem Youtube-Kanal.
Sie können uns auch per E-Mail oder postalisch erreichen:

Digitalcourage e.V.
| Marktstraße 18 |
33602 Bielefeld

Seit
dem Jahr 2000 werden in Deutschland die BigBrotherAwards an Firmen, Organisationen und
Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die
Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten
Dritten zugänglich machen. Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden fragwürdige Praktiken mit
diesen Preisen ausgezeichnet.

Der Name ist George Orwells negativer Utopie "1984"
entnommen, in der der Autor bereits Ende der vierziger Jahre seine
Vision einer totalitären Überwachungsgesellschaft entwarf. Die Preisskulptur, eine von einer Glasscheibe durchtrennte und mit Bleiband gefesselte Figur, wurde von Peter Sommer entworfen. Sie zeigt eine Passage aus Aldous Huxleys "Schöne Neue Welt". 

Und BigBrotherAwards haben viel bewirkt: Sie machten die Datenschutzprobleme bei Kundenkarten bekannt und zeigten die Risiken von RFID-Chips. Schon lange vor den Skandalen bei Lidl, Telekom, Bahn und Co. wurden die BigBrotherAwards an diese Konzerne verliehen, für die Überwachung von Mitarbeitern und Kunden. Klar, dass auch Otto Schily und Brigitte Zypries für die Einschränkung der Bürgerrechte mit diesem Preis bedacht wurden.

Die deutsche Jury besteht aus Vertretern der unabhängigen Organisationen digitalcourage e.V. (ehemals FoeBuD e.V.), Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD), Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft (Fitug), Chaos Computer Club (CCC), Humanistische Union (HU) und die Internationale Liga für Menschenrechte (ILMR).

Organisiert werden die deutschen BigBrotherAwards vom Bielefelder Verein digitalcourage. Dieser gründete sich 1987 als Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD). Bekannt wurde der Verein durch Vernetzungsarbeit im Zerberus-Netz, seine Mailbox BIONIC, das Friedensnetzwerk ZaMir im ehemaligen Jugoslawien, das deutschsprachige Handbuch zu dem Verschlüsselungsprogramm Pretty Good Privacy (PGP) und seine monatliche Veranstaltungsreihe PUBLIC DOMAIN zu Themen aus Zukunft und Technik, Wissenschaft und Politik, Kunst und Kultur. Seit 2005 engagiert sich digitalcourage insbesondere gegen die Vorratsdatenspeicherung und hat an der Organisation der Großdemonstrationen gegen Überwachung unter dem Motto "Freiheit statt Angst" führend mitgewirkt. Vertreter von digitalcourage werden von Verbänden, Bundestagsfraktionen, Ministerien und der EU-Kommission als Expert/innen eingeladen. Digitalcourage hat seinen Sitz in Bielefeld, ist deutschlandweit tätig und kooperiert mit anderen Bürgerrechtsorganisationen international.